Kleine Künstler

Zu Beginn hatte ich wohl mit denselben Einstiegsschwierigkeiten in dieses Land und in die Arbeit ins Projekt wie alle zu kämpfen. Und ich wohl noch etwas mehr, als nicht Spanisch sprechende „Abuela“ des Teams. Schon bald jedoch fühlte ich mich aufgenommen und wohl. Ich kam hier während der Schulferien der Kinder an, was bedeutete, dass von 9 bis 16 Uhr gearbeitet wurde. Eine strenge und arbeitsreiche Zeit, da mir auch öfters die Ehre des Kochens für die ganze Schar übertragen wurde. Die Kinder halfen jedoch tatkräftig bei den Vorbereitungen mit und schnipselten fröhlich das Gemüse und den Salat. Nach dem gemeinsamen Mittagessen mussten sie nebst den „Extra tareas“ spielerisch beschäftigt werden. Ich spielte unzählige Skypos, Unos, Jengas – und setzte eine Unmenge an Puzzles zusammen. Einige Kinder suchten zwischendurch eine Umarmung, eine kleine Liebkosung oder ein Lächeln, während andere gerne meine Nervenstärke austesteten. Doch trotz dieser unterschiedlichsten Charaktere haben alle Kinder eines gemeinsam. Sie malen gerne!

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Sämtliche Vorhaben mit Farben werden mit Begeisterung und endlosem Fleiss von ihnen ausgeführt. Sei es unser Gehege für die „Basura-Eimer“, das Eingangstor, die Weltkarte an der Mauer des Fußballfeldes, die Mauer beim „Eingangs-Jardin“ oder auch die Ostereier.

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Wenn die Kinder Farbe und Pinsel in der Hand halten, sind sie kaum zu bremsen, und einige zusätzliche Objekte fielen ihrem Malrausch zum Opfer. Nun haben wir auch farbige Mülleimer, Autoreifen (sie dienen als Pflanzenkübel) und einen bunten Gartenzaun.

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Logisch mussten jeweils viele Hände, Gesichter und Kleider von Farbspritzern oder gegenseitigem Anmalen befreit werden. Es war köstlich den Kindern bei diesen Arbeiten zuzusehen, und ich bin sehr stolz auf ihre Ergebnisse.

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Nicaragua und die Kinder haben mich viel gelehrt: wie zum Beispiel sich nicht über Sachen oder Menschen zu ärgern, die nicht zu ändern sind und alles etwas „tranquilo“ nehmen, oder auch dass das viele Warten als tolle Pausen vom Tag betrachtet werden kann.
Danke Sonflora für die Zeit die ich bei euch verbringen durfte und „lo siento“, aber ich versuche wieder zu kommen!

EIN BERICHT VON CLAUDIA – SONFLORA in PONELOYA (März 2015)

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